

In den rund 13 Jahren seines (professionellen) Schaffens schrieb Robert E. Howard Horror-, Fantasy-, Western-, Detektiv-, Boxer- und Abenteuergeschichten.
Doch mit Conan, dem Barbaren gelang ihm der große Wurf. Schon zu seinen Lebzeiten war er mit dieser Figur am erfolgreichsten, aber auch seine schwächsten Schöpfungen strahlen etwas aus, denn in jeder seiner Geschichten, hatte der natürliche Erzähler seine Momente.

Conan, seine bekannteste Schöpfung, ist verfilmt und vertont wurden, als Comic erschienen und inzwischen mehrfach zum Videospiel geworden. Diverse weitere Verfilmungen sind für die nächsten Jahre angekündigt und in der so genannten Pre-Production-Phase. Unzählige Zeichner (allen voran Frank Frazetta) haben versucht Howards Schöpfungen zu visualisieren.
Conan ist kein Held!
Conan ist am Ende seiner Abenteuer oft nicht der strahlende Sieger oder heroische Bezwinger des Bösen und Finsteren.
Er ist der Überlebende.
Conan ist der derjenige, der das Schlachtfeld verlässt, der dem finsteren Zauberer, dem Untier entkommt.
Oft genug zerrinnt ihm ein gerades erlangtes Vermögen, ein gefundener Schatz oder Beute zwischen den Fingern. Aber … er überlebt.
Conan‘s Geschichten werden dominiert vom Kampf und so zieht er durch eine barbarische fiktive Welt um zu kämpfen (auch aus Lust am Kampf, aber nicht aus Lust am Mord), aber nicht um einfach nur zu töten. Der Kampf ist das Mittel zum Zweck, um sich seiner bewaffneten Feinde zu entledigen. Die Auseinandersetzung, der Wettstreit ist Teil seines Lebens.

Conans Leben orientiert sich an einem von Howard klar definierten Ehrencodex. Das ist die moralische Richtschnur, die sein Handeln bestimmt.
Der Cimmerier vergewaltigt keine Frauen, er nimmt sie sich auch nicht einfach. Gemäß dem althergebrachten Rollenverständnis, dominiert er sie, aber er unterjocht sie nicht.
Dabei ist der Sex in Conan nicht etwa nur purer Blümchen-Sex, wie man es von Literatur aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erwarten würde. Es gibt in verschiedenen Geschichten Anspielungen auf harten, erobernden Sex. In "Queen Of The Black Coast" sagt Belit zum Schwert schwingenden Cimmerier:
"'Take me and crush me with your fierce love!'"
In einer früheren Version der Geschichte hat Belits Aufforderung, nachdem sie ausführte Jungfrau geblieben zu sein, an Conan sogar sadistische Anklänge.
"Nimm mich und unterdrücke und geißele mich mit deiner Leidenschaft"
Auch gibt es in dieser Geschichte eine Geißelungsszene, wie auch in "Black Collossus" (dt. Natokh, der Zauberer), wo Conan am Ende der Schlacht die Prinzessin nimmt.
Sex verkaufte sich auch schon in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Und er macht gern und oft Anspielungen zu diesem Thema.

Obwohl der Barbar aus dem Norden auf seinem Weg zum Königsthron Aquiloniens eine Karriere als Pirat, Räuber, Dieb und Soldat macht, widerspricht es seinem Ehrencodex Arme zu berauben, Schwächere und Wehrlose zu töten.
Auch als König ist er nicht der Schlagetot, sondern versucht sein bestes, das Reich zu regieren, wenn er sich auch nach den Tagen sehnt, wo sein Leben seiner Kraft und vom Geschick im Umgang mit dem Schwert abhing.
Der cimmerische Barbar wäre nie auf die Idee gekommen, einen Freund zu verraten oder ein Wort zu brechen. Eher würde er sehenden Auges (kämpfend, also sich wehrend) in den Tod marschieren.



In Europa und speziell in Deutschland schaffte Conan allerdings erst, wie so oft, durch die Verfilmung den Durchbruch und nicht zuletzt durch Schwarzenegger. Obwohl Arnold in dem 1982 erschienenen Film „Conan – der Barbar“ kaum ein dutzend Sätze spricht, verleiht er der Figur des Conan seit dem sein charakteristisches Erscheinungsbild vom mörderischen Barbaren.
Über die zweifelhafte schauspielerische Leistung Schwarzeneggers streiten sich noch heute Kritiker und Fans. Fakt ist aber, es machte den Schauspieler Schwarzenegger und den Protagonisten Conan schlagartig weltbekannt.

















